{"id":11037,"date":"2025-09-11T10:17:15","date_gmt":"2025-09-11T10:17:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bausoft.ch\/?page_id=11037"},"modified":"2025-09-11T10:18:13","modified_gmt":"2025-09-11T10:18:13","slug":"bim-modell-und-digitale-planung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.megacad-schweiz.ch\/de\/wissen\/bim-modell-und-digitale-planung\/","title":{"rendered":"BIM-Modell und digitale Planung"},"content":{"rendered":"\n<section id=\"text__container-block_befc6f2b8483608df08359421d045e6b\" class=\"text__container u-pt-x10 u-pb-x10 u-pt-x20@md u-pb-x20@md\">\n    <div class=\"o-container\">\n        <div class=\"o-grid o-grid--center\">\n                <article class=\"o-grid__col u-12\/12@md\" data-aos=\"none\">\n                    <h1><strong>BIM-Modell und digitale Planung<\/strong><\/h1>\n<h2><strong>Zukunftstechnologie f\u00fcr Architekten, Planer und das gesamte Bauwesen<\/strong><\/h2>\n<p>Das BIM-Modell ist weit mehr als ein einfaches 3D-Modell. Als digitales Herzst\u00fcck eines Bauprojekts, tr\u00e4gt es s\u00e4mtliche Informationen \u00fcber das geplante Bauwerk in sich. Konkret bedeutet das, dass es geometrische Daten (wie Ma\u00dfe, Fl\u00e4chen, Volumina) mit technischen Eigenschaften, Kosten, Zeitpl\u00e4nen und sogar Wartungsinformationen verbindet. Jeder einzelne Geb\u00e4udeteil, von der Rohrschelle bis zur Klimazentrale, ist modelliert, dokumentiert und logisch verkn\u00fcpft.<\/p>\n<p>Ob f\u00fcr Architekten, Planer, technische Hausdienste oder Bauunternehmen: Wer zukunftsorientiert planen und arbeiten m\u00f6chte, muss verstehen, dass ein BIM-Modell nicht nur ein 3D-Bild ist, sondern ein zentraler Bestandteil der Digitalisierung des Bauwesens.<\/p>\n<p>Das Modell ist datenbasiert, konsistent und f\u00fcr alle Beteiligten jederzeit zug\u00e4nglich. \u00c4nderungen an einem Bauteil wirken sich automatisch auf alle verbundenen Komponenten aus. In der Praxis reduziert Fehler, spart Zeit und verbessert die Zusammenarbeit aller baubeteiligten Gewerke. So wird das BIM-Geb\u00e4udemodell zum verl\u00e4sslichen Steuerungs-Tool \u00fcber den gesamten Lebenszyklus eines Geb\u00e4udes hinweg \u2013 von der Idee \u00fcber die Ausf\u00fchrungsplanung, den Bauablauf, die Betriebsphase bis zur Instandhaltung. F\u00fcr Bundesgeb\u00e4ude und bei gro\u00dfen Bauwerken ist ein solches Modell\u00a0seit 2021 bereits verpflichtend.<\/p>\n<h2><strong>Thema BIM: Was steckt hinter der modellbasierten Planungsmethode?<\/strong><\/h2>\n<p>Die BIM-Methode basiert auf der Idee, ein digitales Geb\u00e4udemodell zu erstellen, das alle relevanten Informationen eines Bauwerkes vereint. Dazu z\u00e4hlen<\/p>\n<ul>\n<li>geometrischen Daten<\/li>\n<li>Materialien<\/li>\n<li>Funktionen<\/li>\n<li>Bauteilkosten<\/li>\n<li>Zeitpl\u00e4ne<\/li>\n<li>Energiekennzahlen<\/li>\n<li><\/li>\n<\/ul>\n<p>Dieses digitale Modell wird nicht erst erstellt und dann \u201eeingefroren\u201c, sondern laufend aktualisiert und verwaltet. Es ist ein lebender Datensatz, der sich dynamisch mit dem Projektverlauf entwickelt.<\/p>\n<p>Kurz: ein digitaler Zwilling des realen Geb\u00e4udes und ein hilfreiches Tool f\u00fcr alle Gewerke, die im Laufe ihres Lebenszyklus mit den jeweiligen Geb\u00e4uden oder Infrastrukturen in Ber\u00fchrung kommen. So entsteht ein Koordinationsmodell, das s\u00e4mtliche Projektbeteiligten nutzen k\u00f6nnen \u2013 vom Architekten \u00fcber den TGA-Planer bis zum Facility Manager.<\/p>\n\n                <\/article>\n        <\/div>\n    <\/div>\n<\/section>\n\n\n<section id=\"media__container-block_2c0f7ded9cac02c93bc3bb94e9dd3719\" class=\"media__container u-pt-x5 u-pb-x5 u-pt-x5@md u-pb-x5@md\">\n    <div class=\"o-container\">\n        <div class=\"o-grid o-grid--center\">\n            <div class=\"o-grid__col u-12\/12@md\" data-aos=\"none\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.megacad-schweiz.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/heizzentrale-waermetauscher-zug-1280x901.jpg\" srcset=\"https:\/\/www.megacad-schweiz.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/heizzentrale-waermetauscher-zug-1280x901.jpg 1280w, https:\/\/www.megacad-schweiz.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/heizzentrale-waermetauscher-zug-300x211.jpg 300w, https:\/\/www.megacad-schweiz.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/heizzentrale-waermetauscher-zug-768x541.jpg 768w, https:\/\/www.megacad-schweiz.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/heizzentrale-waermetauscher-zug-1536x1082.jpg 1536w, https:\/\/www.megacad-schweiz.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/heizzentrale-waermetauscher-zug-640x451.jpg 640w, https:\/\/www.megacad-schweiz.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/heizzentrale-waermetauscher-zug-1024x721.jpg 1024w, https:\/\/www.megacad-schweiz.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/heizzentrale-waermetauscher-zug.jpg 1684w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" alt=\"\" class=\"u-image--rounded\" \/>\n            <\/div>\n        <\/div>\n    <\/div>\n<\/section>\n\n\n<section id=\"text__container-block_8c67a94e42438a77b4e134da64b2542c\" class=\"text__container u-pt-x10 u-pb-x10 u-pt-x20@md u-pb-x20@md\">\n    <div class=\"o-container\">\n        <div class=\"o-grid o-grid--center\">\n                <article class=\"o-grid__col u-12\/12@md\" data-aos=\"none\">\n                    <h2><strong>BIM f\u00fcr Fachhandwerker, Architekten und Planer: Mehr Effizienz, weniger Kollisionen<\/strong><\/h2>\n<p>Welche Rolle das Modell bei der Ausf\u00fchrung auf der Baustelle f\u00fcr Monteure und Installateure hat, erkl\u00e4rt unser Experte Roman Hegglin, Head of Tech und Product bei der MegaCAD Group und gelernter Haustechnik-Planer mit langer Praxis-Erfahrung: \u201e<em>Meist wird die Ableitung des 3D-Modells als 2D-PDF an die Montage abgegeben. Ein IFC mit Viewer und Tablet f\u00fcr die Montage kommt bei gr\u00f6\u00dferen Bauvorhaben zum Einsatz. Dem Monteur kann eine bessere Planung und mit Z-Mass auch eine umfassende Schnittliste und Montageanleitung zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Dabei machen wir uns auch modernste technische Hilfsmittel zur Unterst\u00fctzung: Einmessen der Einlagen auf der Beton-Schalung, in der Baugrube f\u00fcr die Kanalisation und f\u00fcr die Befestigungen an der Kellerdecke mit dem Tachymeter sind viel einfacher, effizienter und exakter<\/em>.\u201c<\/p>\n<p>Die \u00dcbergabe von Daten und Informationen an Facility Management und Geb\u00e4udebetreiber ist aktuell aus Sicht von SHK-Betrieben und Planern selten relevant. \u201eDas wird in Zukunft aber noch viel wichtiger werden\u201c, wei\u00df Hegglin. \u201eHeute sind es eher Themen wie Kanalisations- und Befestigungsplanung, sowie das Einmessen der Punkte mit dem Tachymeter, die den Arbeitsalltag ausmachen.\u201c<\/p>\n<p><strong>BIM in der Praxis<\/strong><\/p>\n<p>BIM bedeutet nicht, dass die Software die Planung \u00fcbernimmt \u2013 im Gegenteil: Die Verantwortung bleibt beim Fachplaner, beim Architekten, beim Monteur, beim SHK-Spezialisten.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Einfache Abstimmung in Echtzeit:<\/strong> BIM-Modelle erm\u00f6glichen eine deutlich bessere Koordination, weil alle baubeteiligten Parteien am selben\u00a0Plan arbeiten. Ein Heizungsrohr kollidiert mit einem L\u00fcftungskanal? Die\u00a0Modellbasierte Planung zeigt\u2019s sofort. So wird Nacharbeit vermieden, was Zeit, Geld und Nerven spart und ist gerade bei komplexen Bauprojekten oder beim Bauen im Bestand relevant.<\/li>\n<li><strong>Pr\u00e4zise Planung: <\/strong>Bereits in der Planungsphase erhalten auch Installateure und Monteure Zugriff auf eine modellbasierte Planung, das ma\u00dfstabsgetreu und in 3D pr\u00e4zise Leitungsverl\u00e4ufe, Befestigungspunkte, Wanddurchbr\u00fcche, Vorwandkonstruktionen und Platzbedarfe zeigt. Statt sich mit unklaren 2D-Pl\u00e4nen und nachtr\u00e4glichen Skizzen herumschlagen zu m\u00fcssen, sehen Monteure genau, wo Leitungen verlaufen, wo Sanit\u00e4rmodule platziert werden und wie viel Raum f\u00fcr L\u00fcftungskan\u00e4le oder Heizverteiler zur Verf\u00fcgung steht. Durch integrierte Kollisionspr\u00fcfungen im Koordinationsmodell sind viele typische Probleme \u2013 etwa die \u00dcberschneidung mit elektrischen Trassen oder tragenden Bauteilen \u2013 bereits im Vorfeld erkannt und gel\u00f6st.<\/li>\n<li><strong>Effiziente Materialnutzung, weniger Verschnitt<\/strong>: In vielen F\u00e4llen werden aus dem BIM-Modell sogar Materiallisten oder Vorfertigungspl\u00e4ne generiert, die direkt in der Werkstatt genutzt werden k\u00f6nnen.<\/li>\n<li><strong>Fehlervermeidung<\/strong>: Die effiziente Vorarbeit bedeutet f\u00fcr das Team auf der Baustelle weniger Improvisation, klarere Abl\u00e4ufe und weniger Fehler \u2013 gerade bei komplexen Projekten oder im Bauen im Bestand ein echter Gewinn.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><strong>Digitales Planen und Bauen: Der Wandel ist unausweichlich<\/strong><\/h2>\n<p>Wer heute noch glaubt, BIM sei ein \u201eTrend f\u00fcr die Gro\u00dfen\u201c, verpasst die Realit\u00e4t: Schon 2021 hat das Bundesministerium f\u00fcr Verkehr und digitale Infrastruktur die BIM f\u00fcr Bundesbauten verbindlich gemacht. Sp\u00e4testens mit dem Stufenplan f\u00fcr \u00f6ffentliche Projekte ist klar: Die Einf\u00fchrung von BIM ist keine Option mehr, sondern ein Muss \u2013 auch f\u00fcr mittelst\u00e4ndische Betriebe und Handwerksunternehmen.<\/p>\n<p>Das betrifft nicht nur die Planung, sondern auch die Vorfertigung, Ausschreibung, Bewirtschaftung und den Datenaustausch zwischen Gewerken. Ob mit Archicad, Graphisoft, Revit oder anderer Software: Entscheidend ist, dass die Modelle openBIM-f\u00e4hig sind und auf einem offenen Dateiformat beruhen, das die\u00a0<strong>interdisziplin\u00e4re Zusammenarbeit im BIM-Prozess erm\u00f6glicht. <\/strong>IFC-Dateien (Industry Foundation Classes) werden im Bauwesen zum standardisierten Austausch von digitalen Geb\u00e4udemodellen verwendet und gew\u00e4hrleisten den reibungslosen Austausch \u00fcber Unternehmens- und Softwaresilos hinweg.<\/p>\n<p>\u201eDer Austausch \u00fcber verschiedene Gewerke hinweg ist ein gro\u00dfer Vorteil\u201c, sagt Roman Hegglin. \u201eTGA-Planer koordinieren untereinander ihre Modelle und senden diese dem Architekten oder Statiker f\u00fcr die Kontrolle der Durchbr\u00fcche. Gleiches gilt f\u00fcr die Zusammenarbeit mit dem Holzbauer, welcher in seiner Fabrik die digitalen Modelle mit Holzelementen vorproduziert.\u201c<\/p>\n<p>Und einen weiteren Vorteil bietet das BIM-Modell in Bezug auf den gesamten Lebenszyklus eines Geb\u00e4udes: In der Praxis endet die Arbeit der Einzelnen h\u00e4ufig mit dem letzten Handgriff auf der Baustelle. BIM denkt weiter und vereinfacht auch die Instandhaltung. Denn f\u00fcr das Facility Management bedeutet das: Statt verstaubter Aktenordner oder fragmentierter Excel-Listen gibt es ein BIM-Geb\u00e4udemodell, das die Informationen zum Bauwerk digital, aktuell und strukturiert bereith\u00e4lt \u2013 ideal f\u00fcr Wartung, Instandhaltung, Umbau und Erweiterung.<\/p>\n<p>Ein digitales Modell ist damit nicht nur f\u00fcr Fachplaner und Konstrukteure, sondern auch f\u00fcr Betreiber ein Gamechanger. Facility Manager profitieren von einer durchg\u00e4ngigen Informationskette, k\u00f6nnen Prozesse automatisieren und fundierte Entscheidungen treffen \u2013 ob bei kleinen B\u00fcroeinheiten oder bei ganzen Klinikarealen.<\/p>\n<h3><strong>Bauen mit BIM: Die Vorteile auf einen Blick<\/strong><\/h3>\n<ul>\n<li>mehr Transparenz im gesamten Projektverlauf<\/li>\n<li>weniger Kollisionen, weniger Baustellenprobleme<\/li>\n<li>schnellere, pr\u00e4zisere Ausschreibung<\/li>\n<li>bessere Kalkulierbarkeit und Planungssicherheit<\/li>\n<li>einfacherer \u00dcbergang in die Betriebsphase<\/li>\n<li>nahtlose Integration von Facility Management<\/li>\n<li>h\u00f6here Qualit\u00e4t in der Ausf\u00fchrungsplanung<\/li>\n<li>einheitliche Datenstruktur f\u00fcr alle Geb\u00e4udeteile<\/li>\n<li>erm\u00f6glicht Vorbereitung von Bauteilen und Modulbau<\/li>\n<\/ul>\n<h3><strong>Koordination der Projektbeteiligten: Der BIM-Manager als Schl\u00fcsselrolle<\/strong><\/h3>\n<p>Je gr\u00f6\u00dfer das Projekt, desto wichtiger ist die Rolle des BIM-Managers. Er sorgt f\u00fcr die Qualit\u00e4t der Modelle, die Einhaltung von Standards, den strukturierten Datenaustausch und klare Prozesse zwischen allen Beteiligten. In modernen Projekten wird oft ein Masterplan BIM aufgesetzt, der alle Rahmenbedingungen und Zust\u00e4ndigkeiten definiert, von der Cloud-L\u00f6sung \u00fcber Naming-Konventionen bis zur Modellpr\u00fcfung. Das ist keine Zukunftsmusik, sondern gelebter Alltag auf vielen Baustellen in der Schweiz, in Deutschland und ganz Europa. Richtig eingesetzt, steigert BIM die Produktivit\u00e4t, senkt die Fehlerquote und schafft Raum f\u00fcr bessere Architektur und nachhaltige Geb\u00e4udetechnik.<\/p>\n<p><strong>Was (noch) gegen einen &#8222;einheitlichen&#8220; BIM-Standard spricht<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt zahlreiche BIM-Anwendungsrichtlinien, Leitf\u00e4den und Auspr\u00e4gungen \u2013 von Auftraggeber-Informationsanforderungen (AIA) bis zum BIM-Abwicklungsplan (BAP).<br \/>\nPraxistauglichkeit variiert stark: In manchen Gewerken ist BIM weit etabliert, in anderen (v.\u202fa. bei kleinen Betrieben) noch nicht angekommen. \u201eKonsequentes Planen in 3D ergibt bessere M\u00f6glichkeiten in der Koordination, erfordert aber auch Probleml\u00f6sungen in einer fr\u00fchen Bauphase\u201c, sagt Hegglin. \u201eKommunikation mit der Ausf\u00fchrung ist aber immer noch sehr wichtig und erfolgt neben 2D-Ableitungen auch mit 3D-Modellen, welche f\u00fcr die Montage gewisse Fragen direkt kl\u00e4ren.\u201c<\/p>\n<p>Hindernisse im Umgang mit BIM-Modellen in der Praxis gibt es laut dem Fachmann einige:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Schulungsberdarf und mangelndes Know-how:<\/strong> Besonders Kleinbetrieben fehlt es oft an Know-how oder der Software-Infrastruktur, um BIM vollst\u00e4ndig zu integrieren und zu nutzen. Der Schulungsaufwand und die innerbetriebliche Umstellung scheinen vielen zu gro\u00df und lohnt sich kaum, insbesondere bei kleineren oder spezialisierten Betrieben. Und private Bauherren oder kleine Eigent\u00fcmergemeinschaften verlangen bei ihren Bauvorhaben oder Sanierungsma\u00dfnahmen selten ein BIM-Modell \u2013 sie wollen in erster Linie funktionierende Technik zum fairen Preis.<\/li>\n<li><strong>Unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfiger Aufwand:<\/strong> BIM ist noch kein allumfassender Standard in Baubranche und Handwerk. Bei kleinen Projekten ist so ein Modell\u00a0eher selten im Einsatz. Denn die Erstellung eines vollst\u00e4ndigen BIM-Modells verursacht initial Mehraufwand und Kosten \u2013 f\u00fcr eine einfache Kessel- oder Rohrsanierung beispielsweise erscheint das aus Sicht vieler Handwerksbetriebe in der Praxis unn\u00f6tig.<\/li>\n<li><strong>Detaillierte Modelle:<\/strong> Die Bearbeitung der komplexen Modelle ist aufwendig und zeitintensiv. Viele Funktionen sind in der Praxis im SHK-Kontext nicht relevant oder f\u00fcr den Anwendungsfall nicht erforderlin.<\/li>\n<li><strong>Einstellung und Gewohnheiten:<\/strong> Das Weiterarbeiten in alten Mustern und mit gewohnten Prozessen bietet oft einen zu gro\u00dfen Vorteil, als dass sich Betriebe im Arbeitsalltag umfassend Zeit f\u00fcr Umschulungen nehmen.<\/li>\n<li><strong>St\u00e4ndige \u00c4nderungen:<\/strong> Auftraggeber und Bauherren \u00e4ndern schnell ihre Anforderungen und Vorgaben, so dass eine Anpassung im BIM-Modell h\u00e4ufig als zu kompliziert empfunden und pragmatisch ohne Planung umgesetzt wird.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Jedoch kann eine Software, die intuitiv nutzbar ist und BIM-Modelle abbilden kann, durchaus einen Vorteil haben \u2013 auch f\u00fcr Kleinbetriebe:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Standardisierte Vorplanung mit digitalen Zwillingen:<\/strong> Hersteller von W\u00e4rmepumpen, Heizsystemen oder Sanit\u00e4rmodulen bieten zunehmend BIM-f\u00e4hige Komponenten an, etwa als IFC-Datei. Diese Daten lassen sich auch bei kleinen Projekten nutzen, zum Beispiel zur Platzpr\u00fcfung, Planung in engen Technikr\u00e4umen oder zur Koordination mit anderen Gewerken.<\/li>\n<li><strong>Vorfertigung und Visualisierung:<\/strong> Bei industriell vorgefertigten Sanit\u00e4rw\u00e4nden, Heizverteilern oder L\u00fcftungselementen ist BIM besonders wertvoll und kann auch bei kleinen Projekten einen Mehrwert stiften.<\/li>\n<li><strong>Transparenz und Kundenzufriedenheit:<\/strong> Kunden und Bauherren sehen dank 3D-Modellen schon im Vorfeld, wie das neue Bad oder die Technikzentrale aussieht.<\/li>\n<li><strong>Dokumentation und Wartung:<\/strong> Ein kleines BIM-Light-Modell kann helfen, auch Bestandsinformationen strukturiert zu dokumentieren \u2013 z.\u202fB. wo Rohrleitungen verlaufen oder wann Filter zu wechseln sind.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Noch kein Standard \u2013 aber ein wachsender Mehrwert auch im Kleinen<\/strong><\/p>\n<p>Ein BIM Modell ist also zunehmend sinnvoll, besonders wenn mehrere Gewerke beteiligt sind oder Bestand dokumentiert werden soll. Die H\u00fcrden sinken durch neue Tools und besser verf\u00fcgbare Herstellerdaten. Wer jetzt beginnt, sich mit modellbasiertem Arbeiten vertraut zu machen, verschafft sich auch im Handwerk einen Vorsprung f\u00fcr die digitale Zukunft. BIM muss nicht immer \u201egro\u00df\u201c sein \u2013 auch ein kleines, smartes Geb\u00e4udemodell kann viel bewirken.<\/p>\n\n                <\/article>\n        <\/div>\n    <\/div>\n<\/section>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":17,"featured_media":0,"parent":11011,"menu_order":2,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"class_list":["post-11037","page","type-page","status-publish","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.megacad-schweiz.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/11037","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.megacad-schweiz.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.megacad-schweiz.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.megacad-schweiz.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/17"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.megacad-schweiz.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11037"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.megacad-schweiz.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/11037\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11039,"href":"https:\/\/www.megacad-schweiz.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/11037\/revisions\/11039"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.megacad-schweiz.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/11011"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.megacad-schweiz.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11037"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}